Auszüge aus unserer Leistungsbeschreibung
Leistungen der Erziehungsstellen
Die Erziehungsstelleneltern der Kinderzukunft Niederrhein e.V. verfügen über eine erzieherische Grundkompetenz, wobei entweder mindestens einer der Partner eine pädagogische Aus- oder Weiterbildung hat, oder beide Partner verfügen über entsprechend qualifizierte Vorerfahrungen (langjährig) und haben das Basisseminar (8 Wochenendtermine 14-tägig im Zeitraum von 4 Monaten) der Kinderzukunft absolviert und erfolgreich abgeschlossen.
Grundversorgung:
  • Vollzeitbetreuung durch eine 24-Stunden-Versorgung im familiären Rahmen mit Bereitstellung eines ausreichenden Wohnraumes
  • Regelmäßige Kontakte zu Kindergarten, Schule, Arbeitsstelle
  • Gesundheitlich-medizinische Grundversorgung
  • Unterstützung im lebenspraktischen Bereich ( Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Körperpflege )
  • Unterstützung und Hilfestellung bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven und deren Umsetzung
  • Miterleben von Partnerschaft, Elternschaft und Außenbeziehungen wie Nachbarschaft, Freunde der Familie, Verwandtschaft
  • Zur Verfügung stellen eines Lebensumfeldes, in dem die Kinder und Jugendlichen Empathie, Verständnis, Vertrauen, Verlässlichkeit, Beziehungskontinuität, Emotionalität und Verbindlichkeit vorfinden
Pädagogische Leistung:
  • Integration in das bestehende Familiensystem mit den jeweiligen Normen und Regeln
  • Förderung des Sozialverhaltens, Kontakte zu anderen Kindern anregen und unterstützen
  • Hilfestellung bei der Neustrukturierung des Alltags sowie einer sinnvollen Freizeitgestaltung und -planung
  • Förderung der individuellen Begabung und Kreativität
  • Unterstützung und Hilfestellung bei Konflikten mit anderen Personen außerhalb des häuslichen Milieus
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Förderung der Identitätsfindung
  • Auseinandersetzung mit Sexualität und Beziehung zum eigenen Körper
  • Vermittlung ethischer und moralischer Werte
Professionelle Kompetenz:
  • Reflektierte Unterstützung des Kontaktes zur Herkunftsfamilie
  • Bereitschaft, mit der Herkunftsfamilie des Kindes zusammenzuarbeiten
  • Umsetzung von getroffenen Umgangsregelungen
  • Annahme der regelmäßigen Beratung der/des ErziehungsstellenberaterIn
  • Teilnahme und Mitarbeit in Hilfeplangesprächen
  • Teilnahme an Fortbildungen, Tagungen und Elternarbeitskreisen
  • Inanspruchnahme von Supervision
Besondere pädagogische Leistungen:
  • Fähigkeit, langfristige und tragfähige Bindungen einzugehen
  • Selbstsicherheit, sich auf schwierige Situationen einstellen und Selbstbewusstsein damit umgehen zu können
  • Entwicklung und Unterstützung von Fördermaßnahmen im kognitiven, sprachlichen, motorischen und sozialen Bereich
  • Fähigkeit zur Selbstkritik und Bereitschaft, das eigene Handeln fortlaufend zu reflektieren
  • Vorhandenes Fachwissen erweitern und bestehende Schlüsselqualifikationen weiterentwickeln und ausbauen
  • Umsetzung der im Hilfeplan mit allen Beteiligten vereinbarten pädagogischen Ziele
  • Unterstützung notwendiger externer Therapien
 
Leistungen der Fachberatung
Auswahl und Vorbereitung der Bewerber:
  • 6 bis 8 ausführliche Gesprächstermine im Zeitraum von 3 bis 4 Monaten
  • Klärung der Motivation, Familienkonstellation, Schlüsselqualifikation der Familie
  • Umfangreiche Information über sämtliche Rahmenbedingungen der Erziehungsstellenarbeit
  • Aufbau einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung
  • Nach Überprüfungsphase bis zur Vermittlung eines Kindes regelmäßig Kontakt halten (14-tägig)
Das Vermittlungsverfahren:
  • Prüfung der Indikation für das einzelne Kind anhand der Unterlagen
  • Anamnese und Kennenlernen der Herkunftsfamilie und des unterzubringenden Kindes
  • Zusatzdaten sammeln, ggf. weitere Diagnose veranlassen
  • Erziehungsstelle auswählen und Entscheidungsprozeß mit der Familie führen (ggf. mehrere Termine)
  • Anbahnungsprozess gestalten und koordinieren
  • Reflexionsgespräche mit allen Beteiligten während des Vermittlungsprozesses
  • Gesonderte Beratungsgespräche mit der Erziehungsstellenfamilie als Vor- und Nachbereitung der Besuchskontakte des Kindes
Arbeit mit der Erziehungsstelle:
  • Regelmäßige prozessbegleitende Beratung durch Hausbesuche (durchschnittliche Fahrtzeit zu den Familien= 30 bis 40 Minuten pro Strecke) im 14-tägigen Rhythmus, Arbeit mit Einzelnen, Teil- oder Gesamtsystem
  • Krisenintervention (rund um die Uhr erreichbar)
  • Konfliktberatung ohne Wartezeiten
  • Vorbereitung und Begleitung der Besuchskontakte
  • Koordinationsfunktionen zwischen der Erziehungsstelle, Jugendamt, Herkunftsfamilie, Schulen und anderen Institutionen
  • Vorbereitung und Teilnahme an Hilfeplangesprächen
  • Ggf. Vorbereitung, Planung und Durchführung der Rückkehr des Kindes in die Herkunftsfamilie
  • Telefonische Kontakte auch außerhalb von Dienstzeiten
Arbeit mit dem Kind:
  • Einzelkontakte mit dem Kind / Jugendlichen (Gespräche / Aktivitäten) · Abstimmung, Vorbereitung und Koordination von Besuchskontakten
  • Einbeziehung in die familiären Beratungsgespräche
  • Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme zu wichtigen Bezugspersonen (Briefe schreiben, telefonieren, etc.)
  • Krisenintervention (rund um die Uhr)
  • Telefonische Kontakte auch außerhalb der Dienstzeiten
  • Fachberatung des Jugendamtes in Unterbringungsfragen
  • Konzeptentwicklung / Qualitätsentwicklung
  • Regelmäßige Teilnahme am Arbeitskreis der Erziehungsstellenberater beim Landschaftsverband in Köln
  • Nachbetreuung eines Kindes nach Rückführung in die Herkunftsfamilie
Weitere Aufgaben:
  • Berichtswesen / Dokumentation / Aktenführung
  • Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
  • Organisation und Durchführung von Elternarbeitskreisen
  • Kontaktherstellung und weitere Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie
  • Hilfestellung bei der Vermittlung von Therapien und anderen ambulanten Hilfsmaßnahmen
Zusatzleistungen im Einzelfall:
  • Psychologische Diagnostik der unterzubringenden Kinder
  • Familientherapeutische Arbeit mit den Herkunftsfamilien
  • Diagnostische Untersuchung von Beziehungsverhältnissen bei Pflege- und Adoptivkindern
  • Beratung und Krisenintervention bei Pflege-, Erziehungsstellen- und Adoptivfamilien, um Beziehungsabbrüchen vorzubeugen
 
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